Sie schlumnerten lange in meiner Kiste mit Kunstmaterialien vor sich hin, aber jetzt habe ich sie wieder zum Leben erweckt - meine Aquarellstifte! Ich wusste schon gar nicht mehr, welche Farben ich hatte - und war dann doch positiv überrascht.
Ich tendiere ja dazu, Medien nicht gerade so zu benutzen, wie sie benutzt werden sollten. Man soll die Aquarellstifte nur wenig in Wasser tauchen und mit den kräftigen Farben sparsam umgehen. Ach was! Ich liebe eben kräftige, ausdrucksstarke Farben! Ich bin aber dazu übergegangen, nur ganz wenig Wasser aus einem Tropf-Fläschchen auf meine Palette zu tropfen und die Stifte dann nur ganz leicht und nur ganz kurz mit dem Wassertropfen in Verbindung zu bringen - das reicht auch schon, um diese kräftigen Farben zu erzeugen. Was mich freut, ist, dass man - oder zumindest ich - keinen Unterschied zwischen den hochklassigen Farben der Albrecht-Dürer-Stifte und den preiswerten Mondeluz.-Stiften der Firma Koh-i-Noor erkenne.
Wer sich über die Struktur des Hintergrundes wundert . nun ich habe die Lines auf ganz normalem Kopierpapier ausgedruckt, und das hat sich ein wenig gewellt, Nun ja....
30. Januar 2016
28. Januar 2016
Fisch mit goldenem Ball
Wie man unschwer erkennen kann, gibt es gewisse Ähnlichkeiten mit dem Fisch in meinem letzten Blogpost. Ich habe quasi eine Kopie mit Änderungen erzeugt, indem ich Transparentpapier über die erste Version gelegt habe und auf diesem Papier die Änderungen direkt eingezeichnet habe.
Dann habe ich wieder mal meinen provisorischen Leuchttisch in Betrieb genommen und die neue Zeichnung auf Zeichenkarton übertragen.
Dieses Verfahren scheint mir gut dafür geeignet zu sein, mit Varianten herum zu spielen, die dann dem Wesen einen anderen Charakter verleihen - Anordnung der Augen und der Pupille, der Arme, Änderung von Flossen.
26. Januar 2016
Fischfrau
Bei der Bildersuche über Google kann man Stunden verbringen, und als ich das Wort "Fish" eingab, stieß ich auf hunderte von Photos wunderbar exotisch-farbiger Fische. Dadurch animiert beschloss ich, eine eigene Fisch-Figur ins Leben zu rufen - eine bunte Fischfrau mit großen Augen, roten Lippen und zwei Armen. Als Körperschmuck trägt sie blaue, grüne und rote Punkte, die ich mit meinen Stabilo-Finelinern auf ihren Körper gezaubert habe.
24. Januar 2016
Pferd im vollen Lauf - finale Version
Dies ist die finale Version des Pferdes in vollem Lauf. Ich muss zugeben, dass die Hufe eindeutig ein Schwachpunkt sind (ich habe auch von Künstlern gehört, die die Pferde in hohem Grass darstellen, damit sie sich nicht mit dem Zeichnen oder Malen der Hufe herumplagen müssen). Ich habe mir jedoch vorgenommen, in den kommenden Wochen daran zu arbeiten - genügend gute Vorlagen gibt es ja.
21. Januar 2016
Grüne Krautfee
Es gibt auf deviantart eine Gruppe, die sich "color-me-club" nennt und die eine Fundgrube für lineart zum Kolorieren ist. Da es sich bei dieser Fee um so was wie eine Gemüse- oder Krautfee (Kohl-Fee?) zu handeln scheint, bot es sich an, hier alle Grüntöne zu verwenden, die mir zur Verfügung stehen. (Das ist dann übrigens so ein Moment wo man sich wünscht, mehr davon zu haben - aber leider ist auch in Berlin der Künstlerbedarfs-Laden nicht eben um die Ecke).
20. Januar 2016
Pferd im vollen Lauf
Eines meiner Kunstziele für das Jahr 2016 ist es, Pferde besser zeichnen und auch mit Farbstiften besser malen zu können. Ich habe ein Buch mit dem Titel "Draw 50 horses" (Zeichne 50 Pferde), mit 50 Vorlagen, die ich mindestens einmal, optimalerweise aber mehrmals bis Ende des Jahres gezeichnet haben will.
Hier habe ich zunächst eine grobe Skizze erstellt und diese dann auf Transparentpapier verfeinert und dann auf Zeichenkarton übertragen und geinkt. Die Anatomie ist nicht ganz richtig - die Hufe sind fürchterlich, und das Pferd ist in der Mitte zu kräftig, der Kopf eventuell etwas zu klein. Ich wollte mich aber nicht allzulange mit dem Zeichnen aufhalten, denn es geht mir auch darum, den Körper des Pferdes mit meinen Buntstiften herauszuarbeiten. Wie man sieht, sind bestimmte Teile des Pferdes noch nicht fertig (z.B. die Vorderfüße, und auch die Hinterbeine müssen noch mehr herausgearbeitet werden.
18. Januar 2016
Koi Nr. 3
Nachdem ich mit dem Einhorn den Focus aufs Schattieren und die Farbauswahl gelegt hatte, wollte ich wieder zurück zum Selbst-Zeichnen und dann Kolorieren. Da ich immer noch von den Koifischen fasziniert war, wählte ich wieder einen Koifish als Motiv.
16. Januar 2016
Das Einhorn
Einhorn. Polychromos-Farbstifte auf Zeichenkarton
Ich liebe Fantasygestalten, und ich liebe Pferde. Also habe ich mir die Malvorlage für das Einhorn ausgedruckt, sie per Durchdrücken auf meinen Zeichenkarton übertragen und nahezu alle meine blauen Polychromos-Stifte dafür verwendet. Eines meiner Zeichnen-Ziele ist es, eigene Malvorlagen mit Pferden zu erstellen, und dafür ist das Durchdrücken durchaus eine gute Übung, weil man dadurch ein Gefühl für Größenverhältnisse bekommt.
Und ich bin immer noch fasziniert, wie gut das Verwischen der Farben mit Baby-Öl klappt! Endlich kann ich meine Vorliebe für kräftige Farben und fürs Detail miteinander verbinden!
12. Januar 2016
Blauer Koi
Ich weiß nicht, ob es überhaupt blaue Koifische gibt - aber das war mir beim Malen ziemlich egal. Ich wollte mit meinen Blautönen herumspielen, mehr nicht. Ich liebe die Farbe blau - und gibt es nicht wunderbar verschiedene Blaus? Und dieses Mal habe ich mich an ein größeres Format herangetraut - eine DIN A4 Seite Zeichenkarton.
10. Januar 2016
Die Frau in Rot
Für den Monat Januar habe ich den Schwepunkt meiner künstlerischen Aktivitäten auf das Malen mit Farbstiften gelegt und wechsle hierbei zwischen eigenen kolorierten Zeichnungen und dem Ausmalen von Malvorlagen aus dem Internet ab. Hier handelt es sich um eine Malvorlage, die ich von Pinterest heruntergeladen habe, um den Umgang mit verschiedenen Rottönen zu üben.
Den Kreis hinter dem Kopf der Frau in Rot habe ich mit meinen Stabilo-Finelinern koloriert - das Design ist so kleinteilig, dass ich es mit den Buntstiften nicht geschafft hätte.
8. Januar 2016
Rosa Koi Nr. 2
Koi. Polychromos-Buntstifte auf Zeichenkarton
Nach dem Ausmalen einer Malbuch-Seite mit Buntstiften und Babyöl hatte ich Lust darauf, selbst zu zeichnen und dann das Gezeichnete auszumalen. Ein Koifisch kam mir in den Sinn, Ich hatte ja schon mal einen ähnlichen Koifisch gemalt, und zwar mit NeocolorII-Farben. Das Ergebnis können Sie hier sehen.
Mit Buntstiften lässt sich ganz anders malen als mit den NeocolorII-Farben und einem Pinsel. Hier habe ich mal meine Rottöne ausprobiert. Da die Polychromos-Stifte auf Ölbasis hergestellt werden, lassen sie sich besonders gut mit Öl vermalen (Die Firma Faber-Castell empfiehlt Baby-Öl!).
5. Januar 2016
Blaue Fee
Einerseits wird das Ausmalen von Malbuch-Seiten nicht gerade für eine künstlerische Aktivität gehalten. Andererseits kommen hier in Deutschland immer mehr Malbücher für Erwachsene auf den Markt, und Psychologen betonen die therapeutische Wirkung des Ausmalens: Es mindert den Stress, versetzt die Leute in einen Zen-Zustand und was auch immer.
Für mich aber ist es eine Tätigkeit, die mich im Umgang mit meinen Farbstiften weiter bringt. Ich kann mich voll und ganz auf die Farbe konzentrieren - hier z.B. auf verschiedene Blautöne. Hier ist nämlich eine ganze Farbpalette enthalten: Ultramarin, kobaltblau, Blauviolett, Delfter Blau. Als Blendmittel habe ich wieder mein geliebtes Babyöl verwendet, und zwar mit q-tips und eben nicht mit einem Pinsel aufgetragen.
3. Januar 2016
Lady mit Kapuze
Lady mit Kapuze. Farbstifte auf Zeichenkarton
Ich bin lange der Frage nachgegangen, wie man zum einen die Farbstifte kräftiger auf dem Untergrund wirken lässt und zum anderen schöne Farbübergänge erzeugt. Ich hab's mit Alkohol probiert - der war dann so schnell verflogen, dass ich ständig am Eintauchen und Drüberwischen war. Jetzt habe ich eine für mich ideale Art und Weise gefunden: Ich habe etwas Babyöl in einen kleinen Behälter abgefüllt und benütze q-tips zum Auftragen.
Ein erstes Ergebnis sieht man hier . ein Frauenportrait mit Kapuze.
31. Dezember 2015
Regenbogenfarben
Regenbogenfarben. NeocolorII auf Aquarellpapier
Nach dem Experimentieren mit Lasuren hatte ich Lust, wieder zu den starken und satten Farben zurückzukehren. Voilá - hier sind sie! In diesen manchmal sehr grauen Wintertagen tut es gut, solche Farbexplosionen anzusehen.
27. Dezember 2015
See-Monster
See-Monster. NeocolorII auf Aquarellpapier
Ziel war auch hier, mit Lasuren zu arbeiten. Das Monster selbst entsprang meiner Fantasie - die Form ergab sich aus einer locker hingeworfenen Skizze. Zugegebenermaßen musste ich mich richtig dazu zwingen, möglichst wenig Farbe aufzunehmen um diese dann schichtweise aufzutragen. Und ich musste mich zur Geduld zwingen - denn wenn man zu früh die nächste Schicht aufträgt, nimmt man mit dem Pinsel eher Farbe weg als dass man sie dazufügt.
23. Dezember 2015
Seltsame Blätter
Eigentlich liebe ich ja kräftige Farben, deshalb waren mir Aquarellfarben auch immer suspekt. Aber ich wollte jetzt herausfinden, wie man die NeocolorII Farben auch in der Art von Aquarellfarben benützen kann. Und tatsächlich - es geht. Mit viel Wasser verdünnt, lassen sich richtige Lasuren auftragen.
Bei diesem Bild malte ich auf Acrylpapier. Hier lässt sich die Farbe der NeocolorII-Stifte sehr schön bewegen, verdünnen, auf dem Papier mischen. Interessant! Und glücklicherweise habe ich noch ein paar Blatt eines Acrylpapier-Blockes übrig. ...
Ich werde mich erst nach den Feiertagen wieder melden und wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern Fröhliche Weihnachten, kreative und friedvolle Feiertage und erholsame Zeit mit Freunden und Familie.
18. Dezember 2015
Blaue Blume
Bei diesem Bild habe ich versucht, mit den NeocolorII Farben wie mit Aquarellfarben zu arbeiten, d.h. von hell nach dunkel. Die Pigmente dieser wasserlöslichen Wachsmalkreiden sind so kräftig, dass sie selbst in verwässertem Zustand noch leuchten. Man kann die Farbe transparent in mehreren Schichten auftragen, wobei man darauf achten muss, dass die vorherige Schicht schon getrocknet ist.
16. Dezember 2015
Geschwungene Äste
Geschwungene Äste. Neocolor II auf Aquarellpapier
Bei diesem Bild habe ich mich nur auf eine limitierte Auswahl von Farbtönen konzentriert. Im Prozess stellte sich heraus, dass der Hintergrund erst Schritt für Schritt die richtige dunkle Färbung annahm, die dann wiederum die hellen Farbtöne so richtig "knallen" lässt! Das Gute ist, dass die NeocolorII Farben sich auf dem Papier wunderbar übermalen und mischen lassen.
13. Dezember 2015
Das kleine blaue Monster
Ich war auf der Suche nach etwas, was leicht zu zeichnen war und was es mir ermöglichte, mich auf die Farben zu konzentrieren, und fand dieses kleine Monster. Ich änderte die Vorlage etwas ab und übertrug sie auf das richtige Papier.
Da Blau eindeutig meine Lieblingsfarbe ist, malte ich das Monster in Blautönen. Für den Hintergrund nahm ich verschiedene Gelb- und verschiedene Orangetöne. Das Gute bei den Neocolorstiften ist ja, dass man sie immer wieder anfeuchten und neu vermalen kann (das kann manchmal auch zum Fluch werden, wenn man nicht erkennt, wann man mit Überarbeiten aufhören sollte!).
Übrigens: die englische Version dieses Artikels können Sie hier finden | You will find the English version of this article here.
Übrigens: die englische Version dieses Artikels können Sie hier finden | You will find the English version of this article here.
12. Dezember 2015
Rosa Koi
Rosa Koi. NeocolorII auf Aquarellpapier. Dezember 2015
Ich habe vor einiger Zeit einige blaue NeocolorII-Stifte erworben, die künftig von Caran d'Ache nicht mehr angeboten werden. Da liegt es natürlich auf der Hand, die verschiedenen Blautöne auch auszuprobieren.
Zu dem Koi-Fisch habe ich mich durch eine Ausmalseite anregen lassen, habe aber diesmal den Koi freihändig gezeichnet, die endgültige Skizze dann mit Transparentpapier abgepaust und dann auf Aquarellpapier übertragen. Inzwischen finde ich diese Art des Übertragens weitaus angenehmer und auch weniger aufwendig als mit Hilfe einer Fensterglasscheibe (geht nur bei Helligkeit, und in dieser Jahreszeit ist die ja sehr beschränkt) oder eines provisorischen Lichttisches. Zumal es neben der unaufwendigen Handhabung noch einen Vorteil gibt - da die Linien durch die Übertragung mit Graphit nur sehr leicht sind, kann man sie a) sehr gut auszuradieren und b) müssen sie an manchen Stellen auch noch ergänzt werden.
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